06.10.07 Beijing - Moskau - Berlin - Dresden


Meine Taschen sind echt schwer. Wollte einchecken. 47 kg. Waaaaah. Ganze 17 zuviel.
(Bin mit 16 kg! angekommen - hab wohl zuviele Bücher, DVDs und Schuhe gekauft - ups)
Hätte eigentlich 1700 Yuan (170 €) dazu zahlen sollen, aber ich hatte nur noch 210. Nach ein wenig Handeln hatte ich den Typen auf 700 Yuan. Also nochmal durch alle

Kontrollen wieder raus und Geld geholt. Nach Diskussion wieder am Schalter und dann nach weiterer Verhandlung 550 Yuan bezahlt. Ärgerlich, aber immernoch besser als 1700! Warten kam mir ewig vor, war jetzt doch ziemlich müde, hatte ja n anstrengenden Tag hinter mir und war schon seit 28 h wach.
3 Kontrollen, bis ich enlich zum Gate durfte. Alle Gefäße musste ich aufmachen.

11.40 Uhr ging dann endlich der Flug nach Moskau. Saß wie immer am Fenster und neben mir keiner. Freute mich schon, mich hinlegen zu können, aber ich saß leider in der ersten Reihe und da kann man die Armlehne ja leider nicht hochklappen. Doof.
Hungrig. Dizzy. Müde. Aber wollte das Essen ja auch nicht verpassen. Ich hasse es, wenn mir das auf Langstreckenflügen passsiert und zog mir also russische Movies auf russisch rein. Äußerst spannend.


15.55 Uhr Ortszeit (ich bin schon hier verwirrt, glaube es waren 9 h Flug) in Moskau gelandet. Schwierigster Part steht bevor. Bin ja so fertig. 22.40 Uhr geht der Flieger nach Berlin. Knapp 7 Stunden warten. Keine Euro dabei. Hab das Buch "The Big Fish" gelesen und das chin. Buch "Candy" von Mian Mian (sehr interessant!) ca. bis zur Hälfte. Mein Hinterteil tat mir dann auch ziemlich weh, da nur Platz auf der Treppe frei war. Will ein Bett... Nach weiteren 4 Rundgängen auf dem Flughafen ging es endlich weiter.

Völlig hungrig noch 3 Stunden bis Berlin. Zum GLück nicht so ein Wrack wie auf dem Hinflug.
23.30 Uhr lande ich in Berlin. Sogar überpünktlich, da ich 23.30 Uhr schon raus bin, zum Glück ohne Zollkontrollen. Dora und Anj holten mich ab. Nach einem Kaffee und 2 stündigem Austausch der News brachten mich die Beiden mit verbundenen Augen in Katjas Wohnung, wo die Überraschungsparty statt fand und mir ein dunkelblaues Diamantfahrrad überreicht wurde... Und am Sonntag ca. 7 Uhr früh lag ich in meinem Bett.
Dauerte noch ein paar Tage, bis ich wieder richtig da war.
Geiler Trip....
... to be continued. ;)
06.10.06 Beijing MOON DAY


7 Uhr klingelte der Wecker. Caroline und ich wollen ja heute zur Great Wall. Haben Simatai rausgesucht. Soll nicht so überlaufen sein. Mit der U-Bahn zur Dongzhimen Station und da einen Mini-Bus gesucht. Wilde Verhandlungen und plötzlicher Zusammenschluss von einem französischen Pärchen, sieben New Yorker Studenten, einer Kanadierin und mir. Fahrt hat wohl um die 3 h gedauert. Bus war, glaub ich, nur für 8 Leute ausgelegt. Die Tür konnte man auch nur von außen durch das Fenster öffnen...

Sind dann durch eine Stadt gefahren, obwohl wir eigentlich nur den Highway lang fahren sollten, laut Fahrer. Der Frabzose hatte ihn schon gewarnt, dass die Tanknadel kritisch weit unten sei. Der Fahrer hat nur gegrinst, abgewunken und gesagt "enough, enough...".

Wir sind dann natürlich stehen geblieben. Logisch. Da unser Fahrer aus der Stadt kam, eilte uns ein Freund von ihm zu Hilfe und das Benzin wurde mit einer zusammengerollten Zeitung eingefüllt. Witzig.
Nachdem wir einen kleinen Markt mit Mühe durchquert hatten (war nicht für Autos gedacht!), hielten wir an einem kleinen provisorischen Kiosk und eine Frau reichte unseren Fahrer Mr. Ye ein Wasser und Kippen.
Langsam waren alle genervt... Und dann stieg die Frau mit ihrem Sohn ein. Stellte sich später raus, dass das die Familie Ye war.


Der Kleine ärgerte uns alle. Ich grinste ihn immer an (saß mir gegenüber auf nem mini Hocker). Nach einem Fight mit Jim kam er dann zu mir und streichelte meinen Arm. Am Ende der Fahrt kam er nochmal zu mir und gab mir einen Knutscher auf die Wange. Da hat seine Mom ganz schön überrascht geschaut - und ich erst.
12.30 Uhr oder so endlich angekommen. 16 Uhr Fahrer für Rückfahrt bestellt und jeder nur eine Fahrt bezahlt (50 Yuan = 5 €).
Mit cable car sind Caroline und ich dann auf den Berg, hätte sonst mehrere Stunden gedauert. Es lief chinesische Musik über Lautsprecher, aber ansonsten war es total ruhig.



Und die letzte steile Passage mit mini train - sah aus wie ein Wagen der Achterbahn.
Das letzte steile Stück (80% Steigung) bis ganz zur Mauer per Fuß. Und zack hatten wir 2 Babysitter, da Caroline auf die Frage "Where are you from?" geantwortet hatte. Die 2 Damen, die angeblich arme Bauern waren, hatten natürlich Taschen dabei und wollten uns etwas verkaufen. Souvenirs von der großen Mauer. Liefen mindestens eine Stunde mit uns mit und sagten immer "careful, miss" bei den schwieriger passierbaren Abschnitten. Erst als wir kurz Rast machten, boten sie uns alles an. Irgendwann nervte es einfach. Sie trieben uns fast schon voran.
Später rief Jenson noch an "Und was machst du grad?" "Bin auf der großen Mauer..."
Amüsant. Stille und dann klingelt das Handy in 1000 m Höhe und ein Freund aus Deutschland ruft an.

Schade, dass es heute so diesig war und man nicht so weit schauen konnte. Dennoch war es warm und trocken. Für den Rückweg nahmen wir den "Flying Fox". Ich hatte schon ein wenig Respekt, als ich den See soweit unter mir sah und man nur an 2 dünnen Stahlseilen hinunter rutschte. Hab n Video gemacht.
Im Tal angekommen habe ich mir natürlich ein T-Shirt "I've climbed the Great Wall" für 20 Yuan gekauft. Muss sein. ;)

Ein paar der Amis waren zu spät und der Fahrer sauer.
War echt müde und wollte schlafen, war aber unmöglich, da die Sitzbank nicht wirklich befestigt war.


Sollten 6 Yuan mehr zahlen, dann könnte wir den Expressway nehmen und sind in reichlich 1 (!) Stunde da. Da zwei der Amis chinesisch sprachen, bemerkten sie, dass uns der Mr. Ye über's Ohr hauen wollte und alle begannnen laut zu diskutieren. Toll. Sowas macht doch echt einen so schönen Tag kaputt. Geld wurde vorher eingesammelt, da man immer schnell aussteigt hier.
Hungrig im Hostel angekommen stand Essen für uns bereit, da heute Moon day ist, wo man zum Mond betet und den Tag mit Familie verbringt. Deswegen gab es für alle lecker selbst gemachte Dumplings, Mooncake usw.


Regnete. Aber nur 3 min. Das erste Mal hier.
Mit Caroline (sie verbringt übrigens ihren 31. Geburtstag nächste Woche allein auf dem gelbem Berg und wollte nochmal vorher rocken gehen) dann ausgegangen. Hab vorher wieder eine Bank gesucht. Dauerte wieder. Dann war ich so froh, dass der Automat Geld ausspuckte, dass ich glatt die Karte vergaß. Fiel mir aber zum Glück gleich vor der Bank ein.
Plan für heute: bis 7 tanzen gehen, um dann den Flug 11.40 Uhr morgen pünktlich zu kriegen und im Flugzeug zu schlafen (hatte Angst, dass es wieder so eine Schüssel ist und da wollte ich lieber "passiv" drin sitzen).

Erster stop: das NO+CH Festival in der Nhu Bar. Danach zum Club Suzie Wong.
Nach einem Mooncake (das Zeug ist krass süß), tranken Caroline und ich den ganzen Abend Wodka-Cranberrie ("Nationalgetränk" Kanadas). Caroline lernte beim Bestellen den 2. Drinks einen arabisch aussehenden Typen in Edelanzug kennen, der uns zu Dinner einladen wollte. Er gab ihr seine Visitenkarte: Embassador of Jordan. Wir hatten ja heute schon gegessen... ;)

Lernten dann noch einen Schweden und einen Inder kennen, die so gut wie jeden Abend hier im "dezent" gebrandeten Moet & Chandon Laden waren.
Caroline und ich sind dann irgendwann runter. Da war noch ein Club, echt geniale Deko. Tanzten irgendwann auch auf dem Podest, hatten echt Spaß. Erklärte dem Schweden, dass man beim Tanzen nicht klatscht. Halb 7 waren wir dann doch pünktlich zurück im Hostel. Caroline ist gleich weggepennt. Ich hab noch schnell gepackt und mit Shuttle vom Hostel los. Auch gleich im Wagen kurz eingenickt...
06.10.05 Beijing


Traf Julian am Tianmen Square und wir schauten uns die "Architectural Biennalbeijing 2006" im National Museum an. Krasses Gebäude. Vorzeige - kommunistisch.
Ausstellung war ganz interessant, aber sehr provisorisch.


Aßen in einem mit übergroßen Playmobil-ähnlichen Möbeln ausgestattetem Restaurant am Oriental Plaza (auch ein riesiges Shopping Center). Haben 3 Anläufe zum Bestellen gebraucht. Witzig. Ich liebe die Dumplings, schmecken einfach geil. Und so viele verschiedene Füllungen. Yum.
Mit U-Bahn (bitte immer schön drängeln, auch wenn kein Stress ist.. - nervt) zur Dongzhimen Station und mit Taxi dann weiter zum ART DSTRICT 798. Leider war ich schon ein wenig spät, da die ersten Galerien schon 18 Uhr schlossen.
Kaufte mir eine Karte, das alte Industrie Gelände war einfach zu gross. Teilweise um- oder ausgebaut,

teilweise noch echt schäbig. Aber sehr interessant. Manche Künstler leben sogar da in den alten Hallen und andere Galerien wiederum sind sehr edel eingerichtet. Blieb mindestens eine Stunde in dem echt guten Buchladen "Timezone 8" hängen und hab jetzt 2 neue Skizzenbücher.

Abends lernte ich Caroline kennen, wir teilen dassselbe Zimmer. Laberten stundenlang. Sie ist Kanadierin und unterrichtet Englisch in Thailand...
06.10.04 Beijing


Verbotende Stadt. Die Häuser und Paläste in dieser Riesenanlage fand ich ganz spannend, aber mir war es heute einfach zu heiß und viel zu voll. Sind ja immernoch National Holidays...

In der China Art Gallery hieß die momentane Ausstellung "Italian Art und Life". Die ganze Gallery fand ich grauenhaft. Undurchsichtig. Sowas in der Hauptstadt. Ich war enttäuscht. Also ging ich Schuhe kaufen... ;)
Diniert hab ich heute in einem Stylo Fast Food Restaurant.


Dann nochmal auf die altchinesische Einkaufstraße - ich brauchte eine zusätzliche Tasche, um alle Einkäufe nach Hause zu transportieren. Wollte eigentlich so eine große karierte Plastiktasche, aber ging dann mit einem kleinen Samsonite Koffer zurück ins Hostel, den ich für 75 Yuan statt für 160 erwarb.
In meinem Zimmer überraschte mich dann eine Monster-Heuschrecke oder so etwas ähnliches. Bin ziemlich erschrocken. War eine von der häßlichen Sorte. Überwand mich und killte das Tier. Gerade beruhigt sah ich an meinem Bett etwas schnelles, ca. 5 cm großes wegrennen.

Dieses Tier hatte um den ganzen Körper Beine. Das war bissl too much. (mich krabbelt es sogar, wenn ich das hier schreibe). Der Rezeptionstyp belächelte mich und wollte es in eine Schachteln verbannen, aber tötete es dann doch, weil so schnell war und er auch nicht gerade begeistert war, so ein Tier zu sehen...
bekam dann ein neues Zimmer.


Abends dann mit Julian (ein Kommilitone von Liwen aus Berlin, der auch gerade in Beijing Praktikum macht und dessen Aufgabe reiner repräsentativer Art ist...) zum NO+CH (nordic chinese music festival). Dauerte n bisschen bis wir die Nhu Bar im Lido Park fanden. Aufgrund der äußerst angenehmen elektronischen Beschallung blieben wir bis 3.30 Uhr ud waren die letzten Gäste an diesem Mittwoch. Geht ja auch noch 2 Tage... ;)
06.10.03 Beijing


Nach "kleinem" Fußmarsch, um Bank of China (funktionierte natürlich wieder nicht) und Post zu finden, bin ich zum Temple of Heaven mit Taxi. Like usual. fast schon Sonnenuntergang, aber immernoch viele Leute. Sehr schönes Licht.


Danach zu Qianmen Dajie, alte chinesische Shopping Street. Enge Gassen, alte Häuser oder so was ähnliches... Dem "Miss, Miss... DVD, DVD..."- Typ folgte ich dann in kleine Seitengassen (er hatte mir geholfen, eine funktionierende bank zu finden) bis es mir mulmig wurde und ich zurück rannte.


Hab mir ein Siegel machen lassen (deswegen war ich eigentlich hergekommen). In einem kleinen schmalen Laden, bisschen versteckt. Der Master, der das Siegel machte, zeigte mir für die Wartezeit ein Restaurant und übersetzte noch grob, was auf der Karte stand: ich war mal wieder der einzige "Westler" dort.


Man-dy bedeutet auch noch romantic/graceful - enlighten/guide/ go to the other world (outside). Schöne Bedeutung.
06.10.02 Beijing

Ausgeschlafen... Schlafe in traditionellem Zimmer. No. 510. Schild davor: Monkey - naughty but clever
Grins.
Bisschen shoppen, Postkarten schreiben...
Viel gelaufen. Sieht auf der Karte alles relativ nah aus, aber Pustekuchen. Zum Tian'anmen Square.

People, everywhere people...
Suchte aus dringenden Gründen eine Toilette, fand aber im Kommu-Gebäude nur eine, die keine Türen hatte.
Alle Chinesen haben diese Woche national holiday (außer Sicherheit, Verkehr und Shopping natürlich).

Crazy!
Bin durch Zufall in eine laut - schrill - rote Straße eingebogen. Essen, aber was die da essen.
Skorpione, die noch leben (ich war erstarrt, als der Typ die grauen Dinger anstupste und sie sich bewegten als ich ein Foto machte!), Seesterne, Käfer und sogar Seefperdchen. Und das alles am Spiess. Waaah.

Am Ende der Straße sang eine festlich gekleidete Frau im 2. Stock Arien...


Abends wieder am Hou Hai Lake gegessen- pad thai shrimp, hatte ich schon vermisst. Auf Rückweg kam ich an einem kleinen Club vorbei. Dachte, ich schau mal auf einen Drink rein. Ein Drink bei 20 Yuan (2 €) inskl. Bekam Prosecco im Cosmopolitan Glas.


Dauerte nicht lang und schon hatte ich wiederein paar Shots mit dem Ausgeh-National-Getränk: Ballentines- Eistee vor mir. 4 Chinesen waren mit ihrem Chef unterwegs. Und ich dann auch, als ich mit dem Chef einen brennenden Shot trank. This Shit hit. ;)
Kurz danach dann heim.