06.09.17 Hangzou








Heute Morgaehn klingelte 6.15 der Wecker. Jing, Liwen und ich fuhren mit ca. 45 anderen Chinesen in die Wasserstadt. Ich sass neben einem jungen Chinesen, der scheinbar Angst vor mir hatte. Die anderen starrten mich einfach wieder nur an. Bekamen alle eine Art Plakette (damit man die Reisegruppe wiederfindet, wie ich spaeter in der voellig ueberfuellten alten Stadt herausfand). Zwischenstopp in Teefabrik. Verkaufsorientiert natuerlich. Die Reisefuehrerin schrie die ganze Fahrt ins Mikro, das schon uebersteuerte (Chinesen haben uebrigens die Angewohnheit, es aus den Lautsprechern immer hallen zu lassen… Toll)
Dort angekommen hechtete ich der Reisegruppe immer nur hinterher. Mordstempo. Zum Glueck trugen die beiden heute ein rotes Top, so dass ich sie immer schnell wiederfand, nachdem ich Fotos gemacht hatte. Liwen uebersetzte ab und zu was fuer mich. Ueberall chin. Reisegruppen, die einer farbigen Fahne hinterliefen. Sonntag ist wohl nicht der beste Tag fuer eine Besichtigung…
Befragten auch einen Moench nach der Zukunft. Jeder bekam vorher eine Karte mit seinem chin. Sternzeichen (in meinem Falle Hund) und der Moench flusterte in einer kleinen “Kapelle” die Antwort auf die Frage ins Ohr.
Mir sagte er, laut Liwens Uebersetzung, dass ich mir einen groesseren Mann suchen soll, das wuerde besser zu mir passen und dass ich dieses Jahr kein Geld verleihen soll, da es das Jahr des Hundes ist. Was er zu Jing gesagt hat, weiss ich nicht, aber sie hatte Angst vor den Worten des Moenchs. Danach dankte man noch seiner Figur durch einen mehrmalige Verbeugung mit speziellem Hand ineinanderlegen. Hatten dann noch Zeit, ohne Gruppe herum zu laufen. Sahen einer alten Dame zu, wie man Seide herstellt und Tofu einlegt. Assen lokale Spezialitaeten.
Auf der Rueckfahrt wollte ich mein Schlafdefizit beseitigen, aber einer rasender Busfahrer ueber eine (z.T.) Huggelpiste und eine hallend-schreiende, uebereifrige Touriguidin sind eine schlechte Basis.Auf dem Rueckweg Stopp in Seidenfabrik. Mit fashion Show. Deswegen war also das Ticket so billig. (Wir hatten es sogar noch billiger bekommen, weil Jing immer handelt)
17 Uhr im Hotel. Ich wollte einfach nur was Kleines essen und dann schlafen. Aber ihr Prof rief an und wir trafen an an deren Hotel (sehr beeindruckend) und liefen zu einer “Fressmeile”, viele Restaurants nebeneinander. Hot Wok war unsere Wahl. Lecker.Kurz nach Mitternacht ins Hostel.


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